Die Idee

Nachdem meine Frau in Ansbach eine Ausbildung zur Alltagsbegleiterin gemacht hat, bin ich auf die Idee gekommen eine Plattform für soziale Kontakte zu programmieren.

Ich selbst war nach einem komplizierten Beinbruch fünf Monate auf den Rollstuhl angewiesen, und meine Frau musste mich zu Untersuchungen und zur Physiotherapie fahren. Außerdem blieb die ganze Arbeit in Haushalt und Garten an ihr hängen, z.B. Rasenmähen, Äpfel zur Mosterei fahren usw.

Eine Nachbarin hatte einen leichten Schlaganfall und konnte nicht Autofahren. Bei uns kommt einmal die Woche ein Bäckerauto vorbei, aber richtig Einkaufen ist nicht möglich.

Hier ist Nachbarschaftshilfe gefragt, die bei uns im Ort auch gut funktioniert. So habe ich mehrere Jahre Schüler und Auszubildende aus Adelshofen mit zum Bahnhof genommen, die Eltern sparten sich so die Fahrt. Hier wusste ich natürlich vom Bedarf. Ich fahre auch durch Reichelshofen und Endsee, hier kenne ich niemanden und mich kennt man auch nicht.

So hat sich die Idee weiterentwickelt. Die Plattform ist ähnlich wie Facebook aufgebaut, soll aber nur Mittel zum Zweck sein. Im Gegensatz zu Facebook geht es nicht primär um die Online-Kontakt-Pflege, sondern um andere Menschen kennenzulernen, um Hilfe anzubieten oder zu suchen.

Was für Möglichkeiten gibt es?

  • Mitfahrgelegenheiten anbieten, zum Bahnhof in die Stadt (Schule, Arbeitsplatz, Arzt) „Mitfahrbank“
  • Für andere einkaufen, Gartenarbeiten erledigen, gemeinsam zum Spielen treffen, Konzert oder Kinobesuche ermöglichen, Besuchsdienste, Gemeinschaft bieten (gerade ältere Menschen leben allein auf dem Dorf und sind nicht so mobil wie sie es sich wünschen)
  • Gemeinde übergreifend Veranstaltungstermine veröffentlichen (Konzerte, z.B. im Wildbad, Seniorennachmittage, Ausflüge usw.

Ich war 16 Monate Zivildienstleistender Nürnberg und habe vor allem Menschen betreut, die nicht mehr aus der Wohnung kamen. Oft war der Einkauf nur Vorwand, damit diese Menschen etwas Unterhaltung hatten. Auf dem Dorf sind die sozialen Kontakte natürlich stärker durch Vereine, Kirchen oder Feste. Trotzdem ist Mobilität gerade auf dem Land ein wichtiger Faktor.

Es gibt vielleicht auch Menschen, die Tagesfreizeit haben, z.B. die Kinder sind in der Schule, und sich engagieren wollen.

Die Plattform soll diese Leute zusammen bringen. Sie wird dauerhaft nichts kosten, wie sich Helfer und Helfende einigen, sei es durch eine Geldzuwendung oder ein Geschenk bleibt ihnen überlassen. Um die Plattform bekannt zu machen sollten auf Gemeinde- und Kirchenwebseiten entsprechende Links gesetzt werden. Um weitere Bewerbungsmöglichkeiten werde ich mich kümmern. Dieses Angebot ist nicht als Konkurrenz zu anderen Dienstleistern zu verstehen wie Rotes Kreuz, Diakonie, Wegwarte Rothenburg usw.

Zu meiner Person:

Seit 1998 wohne ich mit meiner Frau in Haardt/Adelshofen. Ich bin gelernter Fotograf und Internetprogrammierer und arbeite hauptberuflich bei der Sparkasse Nürnberg. Deswegen muss ich mit der Plattform kein Geld verdienen. Ehrenamtlich mache ich mit unserem Pfarrer den Gemeindebrief und die Gemeindewebseite und die Seiten www.glaubensweg.org (Glaubensweg Ohrenbach) und www.fff-rothenburg.de (Frauenfrühstückstreff).

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